Weiterer Verlauf der Bauabschnitte 4 und 5 – endgültige Fertigstellung im Frühjahr 2018

In wenigen Wochen wird der dritte von fünf Bauabschnitten in der Wangener Straße in Oberberken fertiggestellt. Geplant war, die Baustelle, die durch den Ortskern von Oberberken führt bis zum Jahresende und vor dem Wintereinbruch zu beenden. Aktuell ist die ausführende Baufirma Moll mit den Arbeiten des dritten Bauabschnitts (zwischen Linsenweg und Espenweg) beschäftigt. Im weiteren Bauablauf erfolgen die kommenden Bauabschnitte 4 und 5 unter Teilsperrung.

Verzögerungen wegen diversen Funden im Baugrund
Unvorhersehbare Entdeckungen wie teerhaltiges Material, ein schlammhaltiger Baugrund, der Fund eines historischen Bohlenwegs aus dem 17. Jahrhundert (wir berichteten) und zahlreiche alte, unbekannte Leitungen sowie Kanäle, die in keinen Bauplänen eingezeichnet waren, kamen während der Baggerarbeiten zum Vorschein. „Diese Punkte sorgten dafür, dass die Bauabläufe enorm geändert werden mussten: Das teerhaltige Material musste speziell entsorgt werden. Die Arbeit bei der Freilegung des Bohlenweges stoppte für einige Zeit die Bauarbeiten. Jede Entscheidung über einen unbekannten Kanal oder eine unbekannte Leitung ist zeitaufwändig und könnte weitere Folgen nach sich tragen. All diese Faktoren sorgen nun in der Summe für die Verzögerungen“, erläutert Herbert Schuck, Technischer Werkleiter bei den Zentralen Diensten Schorndorf.

Einspuriger Durchgangsverkehr im Bauabschnitt 4 und 5 möglich

Schuck und sein Planungsteam kamen gemeinsam mit Christopher Gehrer, Bauleiter bei der Firma Moll, sowie Ortsvorsteher Siegbert Doring zum Entschluss, eine Vollsperrung der Wangener Straße auszuschließen. „Dies wäre die einzige Möglichkeit gewesen, bei guter Witterung die Baustelle noch in diesem Jahr abzuschließen“, so Schuck. Doch zahlreiche Argumente sprechen gegen eine Vollsperrung: Neben den Bewohnern von Ober- und Unterberken seien außerdem die Feuerwehr, der Rettungsdienst, der Busverkehr, die Schurwaldschule, der Kindergarten „In den Geißhecken“, die Müllabfuhr, der Winterdienst sowie der Verkehr zu den Unternehmen und Landwirten betroffen, sagt Schuck. „Das sind zu viele Betroffene, die in der Kürze der Zeit keine Alternativen während einer Vollsperrung auf die Beine hätten stellen können“, erklärt Schuck. Daher fiel die Entscheidung der Planer darauf, den Bauabschnitt 4 und 5 wie ursprünglich geplant, mit einer Signalanlage und einspurigem Verkehr zu ermöglichen. In kleineren Teilabschnitten werden die Arbeiten fortgesetzt, um bei Wintereinbruch mit Provisorien reagieren zu können. Schließlich soll der Bauabschnitt 5, bei dem lediglich der Straßenbelag erneuert werde, im Frühjahr 2018 fertiggestellt sein. Ortsvorsteher Doring ist trotz Verzögerung zufrieden mit dem Verlauf. Er bittet alle Betroffenen, wie beispielsweise den beeinträchtigten Dorfladen, weiterhin gut durchzuhalten und bedankt sich für die Geduld.