Einzug intelligenter Messsysteme im Netzgebiet der Stadtwerke Schorndorf

In jedem Haushalt, ob im Keller oder im Hausflur installiert, hält er akribisch den Stromverbrauch fest – der schwarze Ferraris-Zähler mit seiner drehenden Zählscheibe. Nun heißt es aber Abschied nehmen – „der schwarze Zähler stirbt“,
so die Leiterin im Bereich Energiedatenmanagement bei den Stadtwerken Schorndorf, Irina Usinger.

Doch sein Ende ist der Beginn von etwas Neuem, etwas Modernem, etwas Digitalem.

Die moderne Messeinrichtung hält Einzug. Sie zeigt nicht nur den aktuellen Zählerstand an, sondern ist auch in der Lage, historische Messwerte 24 Monate lang abzuspeichern. Darüber hinaus lässt sie sich mittels der Verbindung eines Smart-Meter-Gateways (SMGW) zu einem intelligenten Messsystem erweitern.

Die modernen Messeinrichtungen und intelligenten Messsysteme sind eine Folge des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende. Dieses wurde im Juli 2016 vom Bundestag verabschiedet und trat drei Monate später in Kraft. Das Messstellenbetriebsgesetz schreibt vor, dass ab 2017 bis 2032 moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme flächendeckend verbaut werden müssen. Der Hauptgrund für die Einführung der intelligenten Messsysteme ist die Steuerung der Stromnetze. Photovoltaik- und Windanlagen sind stark wetter- und witterungsabhängig. Um die schwankende Strom-einspeisung nutzen beziehungsweise steuern zu können, müssen jederzeit aktuelle Messwerte vorliegen.

In den folgenden Ausgaben unseres Stadtwerke Magazins werden wir Sie ausführlich über die technischen Details informieren. Und natürlich werden wir alle betroffenen Kunden vor der Umstellung anschreiben.