Vor vier Jahren wurde das Oskar Frech SeeBad ausgezeichnet als Deutschlands bestes Kombi-Bad.

Wahrlich ein Grund zum Jubeln aber auch eine ständige Herausforderung, um die Attraktivität zu erhalten und das Bad weiter zu entwickeln.

Es gibt viele tolle Bäder in Deutschland. Was ist das Besondere an diesem Bad?

Andreas Seufer: „Bäder kann jeder bauen, Schwimmbecken und Rutschen auch. Man kann auch viel Geld ausgeben. Toll wird das Bad durch die Menschen.

Sie schaffen die Atmosphäre und für sie wollen wir so viel wie möglich tun…“

Jörg Bay: „…und sie glücklich machen. Immerhin haben wir eine halbe Million Besucher pro Jahr.“

Und wie macht man sie glücklich?

Jörg Bay: „Durch unser breites Angebot in vielen Bereichen. Sport, Spaß und Aktionen, Genuss und Wellness. Durch unsere zahlreichen Veranstaltungen wie die Mitternachtssaunen, Beachpartys oder Klatschnasspartys lassen wir das Bad zu einem gemeinschaftlichen Mittelpunkt werden. Mittlerweile führen wir jährlich über 400 Kindergeburtstage durch, die unsere Mitarbeiter kreativ gestalten. Und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt bei uns. Eine Familientageskarte für 18 Euro ist ausgesprochen günstig. Um den Standard zu erhalten, feilen wir natürlich ständig an Verbesserungen. Am Anfang lautete die Prämisse – jeden Tag eine neue Idee.“

Andreas Seufer: „Habe ich das damals gesagt?“

Jörg Bay (lacht): „Ja, das hat mich schlaflose Nächte gekostet. Aber im Ernst – unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hochmotiviert, engagiert und innovativ. Sie leben ihr Bad, als wäre es ihr eigenes.“

Andreas Seufer: „Sie sind unser größtes Kapital. Wir werden ja immer mehr zum Dienstleister. Die Zeiten sind ja längst vorbei als der missmutige Bademeister am Beckenrand stand und gedacht hat – hoffentlich gehen die bald.“

Jörg Bay: „Oh ja, da kann ich mich auch noch dran erinnern. Heute steht der Mensch im Mittelpunkt, wir kommen seinen Bedürfnissen entgegen. Um ein Beispiel zu nennen – was gibt es Schlimmeres, wenn ein Kind das Seepferdchen machen will und wir sagen dann den Eltern, das geht heute nicht.“

Welche Pläne gibt es für die Zukunft und für die weitere Entwicklung des Oskar Frech SeeBads?

Andreas Seufer: „2011 wurde der Saunabereich mit der Ziegel- und Pfahlsauna erweitert. Mittlerweile ist die Besucherzahl in den vergangenen fünf Jahren von damals 60.000 auf fast 110.000 angestiegen. Wir stoßen also an unsere Kapazitätsgrenzen und müssten bei starkem Andrang dann Gäste wegschicken. Deshalb planen wir eine deutliche Erweiterung der Innenflächen. Das wird aber nicht auf Kosten der Grünflächen gehen.“

Was heißt das konkret?

Jörg Bay: „Es wird weitere Themensaunen geben, der Abkühlbereich wird vergrößert und wir wollen mehr Platz schaffen für die Kommunikation. Unser Ziel ist es, dass wir die Einweihung Ende 2018, also rechtzeitig vor der Interkommunalen Gartenschau 2019, feiern können.“

Vor acht Jahren wurde das Oskar Frech SeeBad eröffnet. War es die richtige Entscheidung, dass es von den Stadtwerken betrieben wird?

Andreas Seufer: „Vollkommen. Schließlich werden alle Leistungen der Schorndorfer Stadtwerke sichtbar. Hier erlebt man Wasser, Strom, Licht und Wärme und auch Kommunikation.“