Achtung!
Unlautere Werbeanrufe + Hausierer

Derzeit häufen sich wieder Meldungen über lästige und unlautere Telefonanrufe und Besuche von Hausierern bei Verbrauchern zuhause. Die Anrufer bzw. Personen an der Haustür melden sich beispielsweise "im Namen der Stadtwerke" und möchten Ihnen ein angeblich günstiges Angebot unterbreiten. Wir distanzieren uns ausdrücklich von diesen betrügerischen Werbemaschen und bitten Sie dringend, keine persönlichen Daten, Zählernummern oder Bankverbindungen anzugeben und sich zu einem Vertragsabschluss überreden zu lassen! Bei Fragen kontaktieren Sie uns: 07181 96450-444 oder info@stadtwerke-schorndorf.de

Zählerstand online übermitteln

zaehlerstaende_online_2

Übermitteln Sie uns ganz bequem online Ihren Zählerstand:
Zur Zählerstandseingabe

Wasserqualität

Sie sind hier -> Home | Produkte | Wasser | Wasserqualität



Aktuelle Informationen zum Trinkwasser Teil 1

Die Wasserversorgung des Stadtgebietes und der Stadtteile wird sowohl durch Eigenwasservorkommen als auch durch Fernwasser (Zweckverband Landeswasserversorgung, Langenau) jederzeit in ausreichendem Maß und in gleich bleibender Qualität sichergestellt.

Die Beschaffenheit des Trinkwassers ist von Natur aus gut, so dass Desinfektionsmaßnahmen in der Regel nicht erforderlich sind. Darüber hinaus werden die Richt- und Grenzwerte der Trinkwasserverordnung in vollem Umfang eingehalten. Dementsprechend konnten in keinem der verteilten Trinkwässer chemische Stoffe zur Pflanzen- und Schädlingsbekämpfung, Schwermetalle und Mineralöle sowie chlorierte Kohlenwasserstoffe nachgewiesen werden. Die Qualität des Schorndorfer Trinkwassers wird ständig durch routinemäßige Entnahme und Untersuchung von Wasserproben kontrolliert.

 

Wasserhärte

Das im Stadtgebiet sowie den Stadtteilen verteilte Trinkwasser liegt im Härtebereich 2, bzw. im unteren Drittel des Härtebereiches 3 und weist entsprechend eine mittlere Härte von 13,0 °dH bis 17,0 °dH auf. Das Wasser ist somit in allen Versorgungsbereichen noch als “mittelhart” einzustufen. Die im Wasser enthaltenen Härtebildner Calcium und Magnesium sind nicht nur wichtige Mineralien für unsere Gesundheit, sondern auch notwendige Wasserinhaltsstoffe zur Ausbildung einer gleichmäßigen Schutzschicht in den Wasserleitungen.

StadtteilHärtebereichWasserhärteCalciumMagnesiumMillimol
Schorndorf Südstadt214 °dH67,6 mg/l12,4 mg/l2,5
Buhlbronn214 °dH67,6 mg/l12,4 mg/l2,5
Miedelsbach214 °dH67,6 mg/l12,4 mg/l2,5
Oberberken214 °dH67,6 mg/l12,4 mg/l
Unterberken214 °dH67,6 mg/l12,4 mg/l2,5
Weiler214 °dH67,6 mg/l12,4 mg/l2,5
Schorndorf Nordstadt318,4 °dH101 mg/l18,2 mg/l3,3
Haubersbronn317,1 °dH96,3 mg/l15,7 mg/l3,0
Schornbach318,2 °dH102 mg/l16,9 mg/l3,2
Mannshaupten316 °dH69,4 mg/l27,3 mg/l2,8
Schlichten318,7 °dH73 mg/l36,6 mg/l3,3
Jahresmittelwerte 2011

Härtebereiche

1 bis 1,5 Millimol
=
bis 8,4° dH Gesamthärte (weich)
2 1,5 bis 2,5 Millimol
=
8,4-14° dH Gesamthärte (mittel)
3 über 2,5
=
über 14° dH Gesamthärte (hart)

Dennoch kann sich die Wasserhärte bei bestimmten Anwendungsbereichen, wie z. B. beim Erwärmen des Wassers durch lästige Kalkbeläge äußern. Diese Kalkablagerungen können bei Waschmaschinen weit-
gehend verhindert werden, wenn sie bei Temperaturen ab 60 °C zusätzlich zu der für den Härtebereich 2 empfohlenen Waschmittelmenge einen separaten Wasserenthärter zugeben. Für Geschirrspülmaschinen gibt es Spezialsalze zum Enthärten.

Im Bereich von Warmwasserboilern kommt es zu weniger Kalkablagerungen, wenn sie das Wasser nicht über 60 °C erwärmen. Eine Nachbehandlung des Schorndorfer Trinkwassers durch Teilenthärtung ist bei den im Mittel vorliegenden Gesamthärten von 13,0 °dH bis 17,0 ° dH (je nach Versorgungszone) nicht zu empfehlen.

Falls der Einbau einer Enthärtungsanlage dennoch erwogen wird, sollte dieser möglichst auf den Warmwasserbereich beschränkt werden, um das zum Trinken und für die Nahrungszubereitung genutzte Wasser weitgehend unverändert zu lassen. Grundsätzlich sind alle Trinkwas-sernachbehandlungsanlagen meldepflichtig und sollten daher nur nach Rücksprache mit den Stadtwerken eingebaut werden.

Der Einbau muss ausschließlich durch einen qualifizierten, in das Installateurverzeichnis des Wasserversorgungs- Unternehmens eingetragenen Installationsbetrieb erfolgen.

Weicheres Wasser durch Nano-Filtrationsverfahren im Pumpwerk Rems.

Aufgrund des Waschmittelgesetzes sind die Wasserversorgungsunternehmen gehalten, jährlich die Wasserhärte ihres Versorgungsgebietes bekannt zu geben. Mit diesen Hinweisen soll erreicht werden, dass die Waschmittel verbrauchsbewusst entsprechend den auf den Waschmittelpackungen angegebenen Mengen eingesetzt werden. Damit wird gewährleistet, dass die Abwasserbehandlungsanlagen und die Gewässer nicht übermäßig mit Phosphaten belastet werden.

Aktuelle Informationen zum Trinkwasser Teil 2

Hausinstallation – Auswahl geeigneter Materialien

Gemäß den Kriterien der DIN 50 930 (“Korrosionsverhalten metallischer Werkstoffe gegenüber Wasser”) sind bei der vorliegenden Wasserbeschaffenheit für den Einsatz im Bereich der Hausinstallation sowohl verzinkter Stahl, nicht rostender Stahl als auch Kupfer und verzinntes Kupfer geeignet. Es ist darauf zu achten, dass bei der Dimensionierung einer hausinternen Anlage, den Betriebsbedingungen, der Material-
qualität und der Installationsausführung die allgemein anerkannten Regeln der Technik berücksichtigt werden.

Korrosionsvorgänge in der Hausinstallation

Die Ursachen für Korrosionsvorgänge sind vielfältig. Häufig handelt es sich um ein Zusammentreffen mehrerer ungünstiger Faktoren, die eine nachteilige Veränderung des Werkstoffes nach sich ziehen. Mögliche Ursachen für die Begünstigung von Korrosionsvorgängen in der Hausinstallation können u. a. sein:

  • Verschmutzungen aus der Bauzeit oder eingeschwemmte Fremdstoffe
  • Installationsmängel
  • Art und Qualität der verwendeten Rohrleitungen
  • Ungünstige Betriebsbedingungen
  • Nicht geeignete oder falsch eingestellte Wassernachbehandlung

Die vorstehend genannten Ursachen sollen nur als Verbraucherinformation dienen, im Schadensfall sollte die Klärung der Begutachtung durch einen Sachverständigen vorbehalten bleiben.

Verzinkte Stahlrohre

Eine häufige Korrosionsursache bei verzinkten Stahlrohren ist eine mangelhafte Verzinkung, die sich mit dem Austrag von sandartigen Verunreinigungen, bzw. der Ansammlung dieser Partikel im Perlator darstellt. Es handelt sich hierbei um sog. “Zinkgeriesel”. Nach einiger Zeit wird das Zinkgeriesel häufig von braunem Wasser begleitet.

Treten Schäden durch Lochfraß außerhalb des Gewindebereiches auf, kann dies auf nicht ordnungsgemäße Schweißnähte zurückzuführen sein. Auffallend ist hierbei, dass sich Fehler in der Schweißnaht auch erst nach 20 Betriebsjahren bemerkbar machen können. Bei der Bestellung des Materials ist daher ausdrücklich auf Qualitätsrohre nach DIN 2440 und DIN 2444 zu achten. Qualitätsrohre sind zusätzlich mit “DIN-DVGW-geprüft” und Registriernummer versehen.
Vorsicht vor unvollständigen Kennzeichnungen!

Eine weitere Korrosionsursache besteht im Bereich von mangelhaft ausgeführten Rohrverbindungen wie z. B. nicht entgratete Rohrenden, unvollständig verschraubte Gewinde, herausragende Hanfabdichtungen und nicht zugelassene Gewindeschneidöle.

Kupferrohre

Korrosionsschäden bei Kupferrohren können u. a. beim Einsatz von Rohrmaterial mit Kohlenstoffresten aus der Produktion, die sich meist filmartig im Rohrinnern befinden, auftreten. Bei diesem Werkstoff ist daher auch auf die Bestellung von Qualitätsrohren nach DIN 1786 zu achten. Qualitätsrohre müssen darüber hinaus noch das DVGW-Cu-Prüfzeichen und/oder das Gütezeichen der Gütegemeinschaft Kupferrohr e. V. (RAL-Zeichen) tragen. Da Kupferrohre sehr anfällig sind für punktförmige Korrosionsvorgänge in Folge von abgelagerten Fremdkörpern, sollte bereits bei der Druckprüfung der Anlage ein Feinfilter nach DIN 19632 mit DVGW-Registrierung unmittelbar nach dem Wasserzähler (in Fließrichtung gesehen) eingebaut sein.

Kupferrohrverbindungen werden durch Anwendung von Pressfitting, Schraub- oder Klemmfitting und durch Weichlöten hergestellt. Da sich Weichlot-Flussmittel-Reste ebenso korrosionsfördernd auswirken können, sollte der Lötvorgang so sorgfältig als möglich unter Verwendung von Flussmitteln nach DVGW-Arbeitsblatt GW und DVGW-Registrierung durchgeführt werden.

Nichtrostender Stahl (Edelstahl)

Beim Einsatz von nichtrostendem Stahl ist im Wesentlichen darauf zu achten, dass aufgrund der zahlreichen Einflussgrößen nur hochlegierte Chrom-Nickel-Molybdän-Stähle eingesetzt werden und der verarbeitete Werkstoff in einem einwandfreien Gefügezustand vorliegt. Die Herstellung der Rohrverbindung darf im Bereich der Trinkwasser-Installation gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 541 ausschließlich durch die Verwendung von Pressfittings erfolgen.

Kunststoffrohre

Die eingesetzten Rohre müssen den Anforderungen der “Kunststoff-Trinkwasser-Empfehlungen” (KTW-Empfehlungen) entsprechen. Auf die DVGW-Registrierung ist zu achten. Hierdurch ist gewährleistet, dass die Rohre eine ausreichende mechanische Festigkeit, Wärmebeständigkeit, chemische Beständigkeit, Undurchlässigkeit gegenüber Gasen und die Grundanforderungen (wie z. B. Geruch, Geschmack usw.) an das Verhalten gegenüber Trinkwasser besitzen. Entsprechend geprüfte Rohre sind gesundheitlich, geschmacklich sowie mikrobiologisch unbedenklich.

Was tun, wenn ein Schadensfall eingetreten ist?

Für das Wasserversorgungsunternehmen ist es zunächst wichtig, alle Informationen über Art und Umfang sowie den Ablauf des vorliegenden Korrosionsereignisses zu erhalten. Diese Untersuchung erfolgt im Allgemeinen durch unabhängige Sachverständige aus Bereichen wie Werkstoffprüfung und Installationstechnik. Die hierbei ermittelten Sanierungsmaßnahmen lassen sich nicht pauschal zusammenfassen, da sie individuell auf den jeweiligen Einzelfall abgestimmt werden müssen. Die nachfolgend aufgeführten Maßnahmen können je nach Schadens-
fall zweckmäßig sein (fachgerechte Ausführung ist Vorraussetzung!):

  • Einbau eines Wasserfilters unmittelbar nach dem Wasserzähler, um den Eintrag von partikulären Verunreinigungen aus dem öffentlichen Netz zu vermeiden (regelmäßiger Austausch der Filterkartuschen bzw. Rückspülung erforderlich!)
  • Wiederkehrende Spülung aller Abnahmestellen bei ausgebauten Perlatoren
  • Optimierung der Betriebsbedingungen, wie z. B. Verringerung der Warmwassertemperatur
  • Einbau einer Dosieranlage mit DVGW-Prüfzeichen. Bei verzinkten Stahlrohren muss eine Dosierlösung eingesetzt werden, welche auf die Wasserzusammensetzung in Verbindung mit den bereits aufgetretenen Korrosionsproblemen abgestimmt ist.
  • Austausch von Rohrleitungsteilen bis hin zum Ersatz der gesamten Installation

 

Aktuelle Informationen zum Trinkwasser Teil 3

Wasser ist kostbar und darf nicht verschwendet werden

Trinkwasser ist das meistuntersuchte und bestüberwachte Lebensmittel. Mit Trinkwasser darf nicht sorglos oder gar verschwenderisch umgegangen werden. Andererseits ist übertriebenes Wassersparen und Ersatz durch aggressive chemische Mittel ebenfalls nicht sinnvoll. Im Allgemeinen ist es jedoch anzustreben Trinkwasser zu sparen, da dadurch auch Energie eingespart wird und weniger Abwasser unsere Gewässer schont. Da nur der geringste Teil des im Haushalt verbrauchten Trinkwassers (etwa 150 Liter pro Einwohner täglich) zum Trinken und Kochen verwendet wird (etwa 3 Liter), kann der Wasserverbrauch ohne Komfortverzicht in vielen Bereichen verringert werden. Beispielsweise ist ein tropfender Wasserhahn ein nicht unerheblicher Wasserverschwender und sollte in jedem Fall umgehend repariert werden.

 

Durch günstige und einfache Sparmaßnahmen kann der Wasserverbrauch gesenkt und damit auch der Geldbeutel geschont werden:

  • Ersatz von Zwei-Griff Armaturen durch Einhebel- oder Thermostatmischbatterien. Die gewünschte Temperatur und Wassermenge kann mit einem Handgriff optimal eingestellt werden, das u. U. langwierige Einstellen bei laufendem Wasser entfällt. Selbst bei Betätigung anderer Wasserhähne bleibt die eingestellte Temperatur unverändert.
  • Ziehen sie wenn möglich die Dusche einem Vollbad vor. Während bei einem Vollbad etwa 160 Liter Wasser benötigt werden, liegt der Verbrauch für ein Duschbad nur bei etwa 50 Liter.
    Einbau von Sparspülern in die Toilette. Während bei einem herkömmlichen Spülkasten etwa 10 Liter Wasser pro Spülgang verbraucht werden, kann bei Sparspülern die Wassermenge auf etwa 6 Liter bzw. mit Spartaste auf 3 Liter verringert werden.
  • Einbau von Durchflussbegrenzern zwischen Armaturenauslauf und Perlator (nicht bei Durchlauferhitzern!). Ohne den Waschkomfort zu beeinträchtigen kann hierdurch der häufig zu großzügige Umgang mit Warmwasser beim Händewaschen eingeschränkt werden.
  • Bei vorhandenen Haushaltsgeräten, wie z. B. Geschirrspüler und Waschmaschine sollten die vorhandenen Sparprogramme genutzt werden.
  • Bei der Neuanschaffung eines Haushaltsgerätes sollten Sie u. a. auch auf den vom Hersteller ausgewiesenen Wasser- und Energieverbrauch achten.