Durch einen bewussten Umgang mit Wasser tragen Sie zum Energiesparen und Umweltschutz bei.
Jährlich gelangen große Mengen Tenside über Putz- und Reinigungsmittel ins Abwasser. Bei der Herstellung von einer Tonne PVC werden 420.000 Liter Wasser verbraucht. Durch schätzungsweise 900 Millionen Autowäschen im Jahr mit einem Verbrauch von je etwa 200 Litern Wasser werden große Mengen an Ölen, Fetten, Ruß und Schwermetallstaub weggespült. Das sind nur einige Fakten, auf die Sie Einfluss haben.
Sparen Sie also bitte nicht nur Wasser, sondern schützen Sie es auch.
So sparen Sie Wasser
- Benutzen Sie neuere Toiletten-Spar-Spülkästen oder Spar-Druckspüler, die mit einer Spartaste ausgestattet sind, damit nicht bei jedem Spülen der gesamte Wasserbehälter entleert wird.
- Verwenden Sie sparsame Armaturen und Duschköpfe mit einer thermostatisch gesteuerten oder einhandgeregelten Mischbatterie. Verwenden Sie Durchflussbegrenzer, das sind kleine, ringförmige Metalleinsätze, die an Wasserhähne oder vor Duschköpfe montiert werden können. Sie drosseln die Wassermenge, die durch den Hahn fließt. Egal wie weit der Wasserhahn geöffnet wird, es fließt nur eine bestimmte Menge Wasser hindurch. Diese reicht vollkommen aus, um sich die Hände zu waschen, Zähne zu putzen oder zu duschen. Nur dort, wo schnell viel Wasser fließen muss (zum Beispiel für das Auffüllen der Badewanne oder von Eimern), sind sie ungeeignet.
- Lassen Sie tropfende Wasserhähne und undichte Spülkästen bzw. Druckspüler so schnell wie möglich reparieren. Ein Wasserhahn, der nur 10 Mal in der Minute tropft, verschwendet im Monat 170 Liter Wasser!
- Duschen Sie lieber statt zu baden: Für ein Vollbad (160 l) benötigen Sie wesentlich mehr Wasser als für eine fünfminütige Dusche (50 l).
- Benutzen Sie beim Zähneputzen ein Glas und drehen Sie das Wasser ab.
- Schalten Sie Ihre Wasch- oder Spülmaschine nur dann ein, wenn sie ganz voll ist
- Spülen Sie per Hand nicht unter laufendem Wasser, sondern im, mit Wasser gefüllten, Spülbecken.
- Achten Sie beim Kauf wasserverbrauchender Geräte auf die Verbrauchsangabe und kaufen Sie sparsame Geräte
- Sammeln Sie Gießwasser für Ihren Garten in einer Regentonne.
- Installieren Sie eine Regenwasseranlage.
- Versuchen Sie bei Ihrem diesjährigen Wasserbedarf unter dem des Vorjahres zu liegen.
- Beantragen Sie für jede Verbrauchsstelle (Wohnung etc.) einen eigenen Zähler. Lassen Sie sich im Service-Center beraten.
- Vermeiden Sie Getränkedosen, da ihre Herstellung Unmengen Energie und Wasser benötigt.
- Kaufen Sie öfter mal Bioprodukte: Damit tragen Sie aktiv zum Boden- und Gewässerschutz bei. Und zu Hause brauchen Sie auch noch weniger Wasser beim Abspülen der Produkte. Dieses Wasser können Sie ganz nebenbei auffangen und damit Ihre Grünpflanzen gießen.
- Treiben Sie umwelt- und wasserbewussten Sport. Das heißt auch, Sport zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Um z.B. eine weiße Winterlandschaft zu zaubern, benötigen Schneekanonen bis zu 600 Liter Wasser pro Quadratmeter.
- Mit dem Einsatz natürlicher Putzmittel wie Essig und Zitronensäure helfen Sie, die Tensidbelastung des Abwassers zu reduzieren.
- Neue Wasch- und Geschirrspülmaschinen haben einen wesentlich niedrigeren Wasserverbrauch als Geräte aus den 1980-er Jahren. Heutige Waschmaschinen verbrauchen etwa 75 Prozent weniger Wasser als noch vor 20 Jahren.
So halten Sie Wasser sauber

- Werfen Sie keine festen Stoffe (Zigarettenkippen usw.) ins Abwasser.
- Geben Sie Speisereste nicht ins Abwasser, sondern in den Müll oder auf den Kompost
- Geben Sie kein Altöl (auch nicht aus der Fritteuse) ins Abwasser. Motoren- und Getriebeöle müssen die Verkaufsstellen zurücknehmen.
- Medikamente nie ins Abwasser geben. Apotheken nehmen sie zurück. Und für Batterien gibt es an vielen Stellen, z.B. im Handel oder im Infocenter, Sammelstellen.
- Benutzen Sie kein farbiges, bedrucktes oder gebleichtes Toilettenpapier.
- Benutzen Sie möglichst wenig Waschpulver, keinen Weichspüler und keinen Waschverstärker. Verwenden Sie phosphatfreie Waschmittel ohne Bleichmittel und optische Aufheller. Nehmen Sie immer die geringste angegebene Menge. Durch genaue, sparsame Dosierung ließen sich in Deutschland jährlich über 200.000 Tonnen Waschpulver einsparen.
- Benutzen Sie weniger Spülmittel und nur solches mit geringer Umweltbelastung.
- Verwenden Sie wenig Reinigungsmittel und keine Desinfektionsmittel.
- Versehen Sie Ihre Waschmaschine mit einen Aufkleber "Ihrer" Wasserhärte. Dann wissen Sie immer, wie wenig Waschmittel Sie eigentlich benötigen.
- Machen Sie verstopfte Abflüsse mit der Saugpumpe und nicht mit Chemikalien frei. Abfluss-Reiniger gehören zu den gefährlichsten Chemikalien im Haushalt.
- Verzichten Sie auf Beckensteine. Sie duften, aber belasten das Wasser.
- Reinigen Sie Ihr Auto nur in der Waschanlage. Auto waschen auf öffentlichen und privaten Plätzen oder am Waldrand ist im Übrigen verboten.
- Verwenden Sie im Winter kein Streusalz. Granulat oder Sand tun`s auch.
- Düngen Sie als Hobbygärtner/in sparsam und verwenden Sie keine Pflanzenschutzmittel.
- Helfen Sie mit, das Zubetonieren der Landschaft zu verhindern. Damit wertvolles Wasser nicht einfach davonfließt, sondern zurück in den Trinkwasserkreislauf gelangt.


