Herkunft des Schorndorfer Trinkwassers
Zwei Drittel des Schorndorfer Trinkwassers kommen über die Fernwasserversorgung der Landeswasserversorgung von Langenau und Dischingen, ein Drittel wird aus eigenen Grund- und Quellwasservorkommen geschöpft.
| Stadtteil | Anteil Fremdgewinnung | Anteil Eigengewinnung |
| Kernstadt | 97 % | 3 % |
| Nordstadt | 75 % | 25 % |
| Buhlbronn | 100 % | - |
| Haubersbronn | 40 % | 60 % |
| Mannshaupten | - | 100 % |
| Miedelsbach | 100 % | - |
| Oberberken | 100 % | - |
| Unterberken | 100 % | - |
| Schlichten | 40 % | 60 % |
| Schornbach | 80 % | 20 % |
| Weiler | 95 % | 5 % |

Ob Badewanne, Kaffeekanne, Waschmaschine, Zahnputzglas - Wasser ist für jeden täglich wichtig. Allein in Schorndorf verbrauchen wir 2 Millionen Kubikmeter Trinkwasser im Jahr.
Baden-Württemberg ist für die Schönheit und Vielfalt seiner Landschaften bekannt. Aber so abwechslungsreich wie die Natur dieses Land gestaltet hat, so unterschiedlich hat sie auch die Wasserschätze verteilt. So kommt es, dass Wasserüberschussgebieten ausgedehnte Wassermangelgebiete gegenüberstehen.
Der Raum Stuttgart zählt aufgrund seiner geologischen und hydrologischen Struktur zu den Gebieten ohne nennenswerte, für die Trinkwasserversorgung nutzbare, Wasservorkommen. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts stieß in vielen Städten und Gemeinden die Wasserversorgung an ihre Grenzen. Starkes Bevölkerungswachstum und die einsetzende Industrialisierung verlangten nach großräumigen Lösungen der Wasserversorgungsfrage.
Mit der Gründung der Landeswasserversorgung im Jahr 1912 durch ein Gesetz von König Wilhelm II. wurde die Idee der Fernwasserversorgung erstmals in Deutschland umgesetzt. Die Wassernot in den Trockenjahren 1947 und 1949 und der wirtschaftliche Aufschwung nach dem zweiten Weltkrieg führten im Jahr 1954 zur Gründung des Zweckverbandes Bodensee-Wasserversorgung.
Bis heute beliefern die beiden großen Fernwasserversorgungen Landeswasserversorgung und Bodensee-Wasserversorgung die Städte und Gemeinden in der Region sicher und zuverlässig.
Die Landeswasserversorgung liefert über vier Fernleitungen Wasser in die Region Stuttgart. Etwa 80% davon wird auf der Ostalb, insbesondere im Donauried und auf dem Härtsfeld, gewonnen. Der Rest ist Oberflächenwasser aus der Donau.
Das Rohwasser aus der Donau wird im nordöstlich von Ulm gelegenen Wasserwerk Langenau mit modernster Technik aufbereitet. Im Reinwasserbehälter wird es dem Grundwasser aus dem Donauried zugemischt. Dieses ist von so guter Qualität, dass es keiner Behandlung bedarf.



